
Neu-Braunschweig ist das Land hinter den Pommes frites der Welt. Jede vierte Pommes frites, die weltweit gegessen wird, stammt heute von McCain Foods, gegründet 1957 in Florenceville, New Brunswick — und die Kartoffelanbauflächen, die diese globale Lieferkette versorgen, liegen nach wie vor, von ausländischem Kapital weitgehend unentdeckt, in dieser Provinz.
Kanadisches Ackerland hat sich über drei Jahrzehnte hinweg still im Hintergrund institutioneller Portfolios im Wert gestiegen, weitgehend unbemerkt von allen, die es nicht bereits selbst bewirtschaften. Im Jahr 2025 stiegen die Kanada’s Farmlandwerte um weitere 9,3 % und setzten damit einen Trend fort, der die meisten konventionellen Anlageklassen auf risikoadjustierter Basis seit Jahren übertrifft.
Doch „kanadisches Ackerland“ ist kein einheitlicher Markt — er ist geprägt von regionalen Unterschieden, und eines der am stärksten unterbewerteten Regionen befindet sich in New Brunswick.
Einen Preisunterschied, den es eigentlich nicht geben sollte
Südwest-Ontario bleibt der Referenzpunkt für kanadische Ackerlandqualität: tiefe, gut drainierte Böden in Counties wie Chatham-Kent und Middlesex, nah an wichtigen Märkten und der Transformations-Infrastruktur. Es ist dementsprechend auch teuer: kultiviertes Land im Perth-Huron-Oxford-Gürtel wird zu rund 33.000 CAD pro Acre gehandelt, während der Chatham-Kent–Middlesex-Korridor im Bereich von 26.000 bis 30.000 CAD liegt.
„New Brunswick wird oft übersehen, obwohl das Preisniveau dort nur einen Bruchteil des Niveaus von Ackerland im Südwesten Ontarios beträgt – dieser Unterschied wird nicht immer bestehen bleiben.“— Hermann Miehe, Managing Director, FIAN Inc.
New Brunswick dagegen wurde schon immer zu einem Bruchteil dieses Preises gehandelt — durchschnittliche Werte im niedrigen vierstelligen Bereich pro Acre — und lieferte dabei eines der stärksten Jahr-über-Jahr-Wachstumsraten aller Provinzen. Die jüngsten FCC-Berichte platzieren New Brunswick unter den zwei bis drei führenden Provinzen des Landes bei der Wertsteigerung von Ackerland, sowohl für das Kalenderjahr 2025 als auch für die Halbjahreszahlen, nur hinter Manitoba. Mit anderen Worten: Investoren konnten sich in eine Provinz einkaufen, die Ontario prozentual mittlerweile übertrifft — zu einem Bruchteil von Ontarios Einstiegspreis pro Acre.
2025, Ackerlandpreise in New Brunswick, Kanada

Quelle: FCC Farmland Values Report 2025
Diese Lücke lässt sich nicht vollständig durch Bodenqualität oder Klima erklären — insbesondere das Kartoffelanbaugebiet im Westen New Brunswicks liefert einige der wertvollsten kulturflächen Atlantik-Kanadas. Besser erklärt sie sich durch einen Markt, dem bislang schlicht weniger institutionelles und privates Kapital nachgejagt ist — genau die Art von Ineffizienz, bei der es sich lohnt, frühzeitig einzusteigen.
Sonderkulturen verändern die Pacht
Die Vorteile von New Brunswick erhöhen sich, sobald man von allgemeinem Ackerland zu vertraglich gebundenen „speciality crops“ wechselt — wie Kartoffeln, die speziell zur Weiterverarbeitung angebaut werden, und die mit Lieferverträgen wie mit McCain Foods abgesichert sind. Farmland, das eine vertraglich gebundene, hochwertige Fruchtfolge erwirtschaftet, weist ein deutlich anderes Rückpachtprofil auf als Land, das für „cash crops“ (Mais, Soja, Weizen) verpachtet wird: engere Beziehungen zum Abnehmer, planbarerer Absatz und eine fruchtfolgebasierte Landbewirtschaftung (typischerweise Zwei- oder Dreijahreszyklen), die die Bodenproduktivität und -qualität — und damit den langfristigen Landwert — erhält.
Für Investoren ergeben sich daraus zwei separate Ertragsströme: eine Pachtrendite, die die Prämien von vertraglich gebundener Spezialproduktion widerspiegelt, zusätzlich zu einer Wertsteigerung des Landes, die im Fall New Brunswicks über dem nationalen Durchschnitt lag. Der Unterschied zwischen den beiden Pachtarten ist nicht marginal — Pachtverträge für Spezialkulturen, etwa solche im Zusammenhang mit Verarbeitungskartoffel-Fruchtfolgen, erzielen typischerweise mehr als den doppelten Pachtwert pro Acre eines Standard-Marktfrucht-Pachtvertrags auf vergleichbarem Land. Nur wenige kanadische Regionen bieten diese Kombination derzeit zu diesem Einstiegspreis.
Warum europäisches Kapital New Brunswick kennt — aber nur für eine andere Anlageklasse
Ausländischen Investoren, insbesondere europäischen Family Offices und Institutionen, ist New Brunswick keineswegs unbekannt. Die Provinz genießt seit Langem den Ruf eines Ziels für Forstinvestitionen und beherbergt einige der größten privaten und institutionnellen Waldbestände Atlantik-Kanadas. Diese Vertrautheit ist ein Vorteil — die due dilligence von Landtiteln, das rechtliche Umfeld und die praktischen Aspekte von grenzüberschreitenden Eigentum wurde von einer ganzen Generation europäischer Forstinvestoren bereits geleistet.
Forstland und Ackerland werden allerdings unterschiedlich bewertet: die Erträge von Forstland werden überwiegend durch biologisches Wachstum und Erntezeitpunkt bestimmt, nicht durch eine Wertsteigerung des Bodens, und sie verzinsen sich deutlich langsamer. Ackerland in New Brunswick hat genau jene Wertsteigerung, Ertragsrendite und den durch Ernährungssicherheit getriebenen Rückenwind geliefert, die Forstland strukturell nicht erreichen kann. Europäische Investoren, die New Brunswick als Kapitalstandort bereits vertrauen, haben landwirtschaftliche Flächen als weitere Anlageklasse schlichtweg übersehen.
Entscheidend ist: Es gibt keinen Grund, warum dieses Ungleichgewicht fortbestehen sollte. New Brunswick verhängt keine Beschränkungen für ausländisches Eigentum an landwirtschaftlichen Flächen — anders als die Flächenobergrenzen auf Prince Edward Island oder die Residenzpflichten in Saskatchewan — und dies gilt gleichermaßen für privates Vermögen und institutionelles Kapital, seien es Anlagen von Unternehmen oder privaten Investoren. Dieselben Investoren, die seit einem Jahrzehnt problemlos Forstland in New Brunswick besitzen, können ihre nächsten Kapitalerträge ohne zusätzliche regulatorischen Aufwand in das Ackerland der Provinz investieren — heute wohl die attraktivere Seite der Bilanz.
Die Gelegenheit in einem Satz (oder zwei)
New Brunswick bietet Investoren eine seltene Kombination:
– Erhebllich niedrigere Einstiegspreise im Vergleich zu Südwest-Ontario,
– Eine Wertsteigerung des Bodens nahe an der Spitze der nationalen Farmland-Werte,
– Pachtverträge für Sonderkulturen erzielen mehr als doppelte Erträgen gegenüber Pachtverträgen von standard crops, sowie
– Ein regulatorisches Umfeld ohne Hürden für ausländisches Kapital.
Für Investoren, die über Forstland bereits mit der Provinz vertraut sind, oder für jene, die schlicht die nächste unterbewertete Region der kanadischen Landwirtschaft suchen, ist Ackerland in New Brunswick heute die attraktivere Allokation als vor einem Jahr — und voraussichtlich attraktiver, als es in einem Jahr sein wird.
FIAN Inc. arbeitet direkt mit Farmern in New-Brunswick- zusammen, die an einer Sale-and-Leaseback-Struktur interessiert sind. Damit verschaffen wir unseren Kunden Zugang zu Investitions-Gelegenheiten, bevor diese den offenen Markt erreichen. Wenn Sie aktuelle Ackerland- und Rückpachtmöglichkeiten in Neu-Braunschweig besprechen möchten, freuen wir uns auf ein Gespräch.
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Quellen: